Seit einigen Jahren findet bei uns im September ein Turnier statt, durch das sich die schachspielenden Schüler:innen des fünften Jahrgangs kennenlernen können. Gestern waren 17 dabei.
Abschlusstabelle
Der HSG-Champion, der freundlicherweise bei der Durchführung unterstützte, sagte hinterher zu Recht, wir hätten zu viele Patts, aber auch Talent gesehen.
Während des heutigen Sommerfestes fand auch ein sog. Simultan statt. Justus (P26_2), unser Champion, trat gegen 19 Schüler gleichzeitig an. Er hatte 30 Minuten Bedenkzeit pro Partie, die anderen 10 Minuten. Das Simultan hat gezeigt: Es war zu wenig Bedenkzeit für ihn. Er konnte nur vier Partien gewinnen, wobei er eine gewann, weil einem notorisch langsam spielenden Schüler 10 Minuten Bedenkzeit zu wenig waren. Fast alle anderen Partien verlor er auf Zeit, obwohl er Vorteile auf dem Brett hatte. Gegen einen Schüler holte er in einer der letzten Partien immerhin noch ein Remis heraus.
Das schöne Fazit: Selbst wenn der HSG-Champion im Vergleich zu fast jedem Einzelnen ein viel stärkerer Schachspieler ist, sind die HSG-Schüler in der Breite so stark, dass sie von ihm nicht mal eben so besiegt werden können.
Am letzten Sonntag vor den Sommerferien findet traditionell ein Youth-Cup vom Hamburger Schachklub statt, ein Einzelturnier im Schnellschach, bei dem es auch eine Schulwertung gibt. Heute waren von uns am Start: Prabav (5a), Yusuf (5d), Adam (7c), Jakob (8b), Dren (10a) und Justus (P26_2). Sie spielten trotz des guten Wetters in ihrer Freizeit fast den ganzen Tag nicht nur, aber auch für ihre Schule. Das ist an sich einen Applaus wert. Darüber hinaus gab es erfreuliche Ergebnisse. Prabav wurde der Drittbeste ohne DWZ, einer Zahl vom Deutschen Schachbund, die die Spielstärke misst. Dren wurde der beste Zehntklässler, und Justus gewann das stark besetzte Turnier. Zusammen holten sie mit knappem Vorsprung den zweiten Platz in der Schulwertung. Sie könnten sich auch als Sieger betrachten. Auf Platz eins landete eine Samstagsschule für Kinder aus russischsprachigen Familien. Wir haben nachgefragt, ob auch eine Mannschaft aus einer Koranschule bei der Schulwertung berücksichtigt werden würde. Die Turnierleitung bejahte. Immerhin konsequent.
Am 9. Juli waren wir mit 25 Schüler:innen an der Schule Fahrenkrön in Farmsen, einer Grundschule, die in Schach sehr erfolgreich ist. Deswegen ist dort die durchschnittliche Spielstärke recht hoch und es bot sich für uns eine herausfordernde Spielgelegenheit.
Gespielt wurde ein siebenrundiges Schnellschachturnier. Wer gegen wen antrat und welchen Platz holte, kann man unter https://schachkids.net/freundschaftsspiel-hsg/ nachlesen. Die Kurzfassung lautet, dass drei von uns so gut mithalten konnten, dass sie in den Top Ten landeten: Yusuf (5d) wurde Dritter, Adam (7c) wurde Fünfter und Prabav (5a) wurde Zehnter.
Am 19. Juni wurde bei uns viel Schach gespielt. Detaillierte Ergebnisse gehen aus dem PDF am Ende hervor. Im folgenden Text werden nicht alle genannt, die mitgemacht haben.
Titelkampf
Der Titelkampf war dieses Jahr etwas weniger spannend als im letzten. Justus (P26_2) verteidigte souverän den Titel gegen den Herausforderer und HSG-Champion von 2020, Minh Luka Huynh (P26_2).
Kandidatenturnier
Das Teilnehmerfeld des Kandidatenturniers war kleiner als erwartet, da drei Qualifizierte gar nicht erst angetreten waren. Das dürfte nicht nur, aber auch daran gelegen haben, dass alle mit einem Sieg von Ivan (10a) rechneten. Tatsächlich ließ dieser nichts anbrennen und darf im nächsten Jahr nach dem Titel HSG-Champion greifen. Bis dahin kann er sich Mittelstufenmeister nennen.
Felix M. (10d) wäre wohl der einzige gewesen, der ihn hätte aufhalten können. Er konnte ihm immerhin ein Remis abtrotzen, unterlag aber gegen seinen Klassenkameraden Lennox, ein Beleg dafür, dass aufrichtig um den Sieg gekämpft wurde.
Nachwuchsturnier
Am Nachwuchsturnier nahmen 30 Schüler:innen teil, erfreulich viele. Es war vermutlich der spannendste Teil des großen Schachereignisses am HSG. Der Kampf um die vorderen Plätze war eng. Jakob (8b), Dren und Tamir (10a) hatten sich schon Tage und Wochen vorher Hoffnungen gemacht. Sie hatten jedoch nicht mit Lucien (P26_5) und Malik-Taha (9e) gerechnet, die nach wie vor viel auf dem Kasten haben.
Das Nachwuchsturnier hatte eine Reihe kleiner, besonderer Momente. Einer davon ist dieser:
Lucien, der Älteste, und Hafsa (5d), eine der Jüngsten, spielten die letzte Partie einer Runde und warem dabei umringt von allen anderen, die den Ausgang mit Spannung erwarteten, da Hafsa die Chance hatte, auf Zeit zu gewinnen.
Auch nicht schlecht: Vor der letzten Runde sagte Jakob enttäuscht, er würde nicht mehr auf dem Podium landen können, um dann am Ende doch mit einem halben Buchholzpunkt Vorsprung Dritter zu werden.
Besondere Erwähnung verdient im Übrigen Luk (5d), der einen absolut hervorragenden Tag hatte, u.a. Lucien schlug, und sich nun Meister der Beobachtungsstufe nennen darf.
Zwei Teams von uns waren am 18. Juni am Start. Justus (P26_2), Dren, Ivan, Tamir und Timothy (10a), Mats (9a), Simon (8a), Jakob (8b) halfen morgens gar beim Aufbau. Sie gewannen 7,5:0,5 gegen das Heinrich-Hertz-Gymnasium, spielten aber für die unterlegene Alsteruferseite.
Auch Karl (6d), Titus (6e), Amar (6f), Prabav (5a), Luk, Rahil und Yusuf (5d) sowie Hanno (5e) waren gegen das Gymnasium Meiendorf mit 7:1 sehr erfolgreich. Zudem spielten sie für die siegreiche Alsteruferseite.
Alle hatten bei diesem Spaßturnier einen schönen Tag auf dem Rathausmarkt bei bestem Wetter.
Am 12. April richteten wir wieder mit dem Schachklub Wilhelmsburg den diesjährigen Elbinsel-Pokal in unserer Aula/Mensa aus. Das Format des Vorjahres war gut angenommen worden: ein Einzelturnier im Schnellschach, bei dem nicht nur die Pokalsieger:in gesucht wird, sondern auch zum einen jeweils die beste Schüler:in einer Jahrgangsstufe, zum anderen die beste Schule. Dennoch wollten wir dieses Jahr etwas Neues ausprobieren: neun Runden zu spielen. Das dürfte niemanden abgeschreckt haben. Es nahmen zwar neun Schüler:innen weniger als beim letzten Mal teil, es gab aber dieses Mal eine bedeutsame Konkurrenzveranstaltung, sodass wir mit 88 Teilnehmer:innen sehr zufrieden sein können.
Justus (P26_2) wurde der Beste aus Jahrgang elf und Ivan (10a) der Beste aus Jahrgang zehn. Besondere Erwähnung verdient auch Yusuf (5d), der zweitbester Fünftklässler wurde. Weitere Einzelergebnisse gehen aus der folgenden Tabelle hervor.
In der Schulwertung ging es dieses Jahr nicht nur um die beste Schule, sondern auch um die beste Grundschule. Dafür wurden die Punkte der vier besten Schüler:innen einer (Grund)Schule addiert und die Summen miteinander verglichen. Leider konnten wir den Titel „Beste Schule“ nicht verteidigen. Es ist dennoch erfreulich, dass es das Hermann-Böse-Gymnasium aus Bremen im vierten Anlauf erstmals geschafft hat, den Titel zu holen. Gratulation! Auch der Titel „Beste Grundschule“ ging nach Bremen an die Schule am Pulverberg.