Flüchtlingsfußballturnier

Das Flüchtlingsfußballturnier am Helmut-Schmidt-Gymnasium

Am Samstag, den 26.09.15, fand auf dem Schulhof des Helmut-Schmidt-Gymnasiums das von den Schülern selbst organisierte Fußballturnier statt. Anwesend waren Flüchtlinge aus den verschiedensten Unterkünften aus Hamburg, Schüler des HSG, sowie Schüler von anderen Schulen und auch Lehrer.

Die Zuschauer
Die Zuschauer

Das Turnier begann um 10 Uhr und endete gegen 14 Uhr. Die Schüler haben sich um die Versorgung der Anwesenden gekümmert; es gab ausreichend Essen und Trinken. Mit Musik wurde für eine gute Atmosphäre gesorgt.

Nachdem die Teams von Herrn Hellmund gerecht eingeteilt worden sind, nahm das Turnier seinen Lauf. Schon zu Beginn der ersten Spiele war die Begeisterung sowohl bei den Spielern, als auch bei den Zuschauern groß. Herr Hellmund äußerte sich dazu folgendermaßen: ,,Ich bin begeistert davon, was die Schüler eigenständig auf die Beine gestellt haben. Sie haben selbst Werbung gemacht, selbst die Flüchtlinge von ihren Unterkünften abgeholt und zur Schule gebracht und es gemeistert alle Erwartungen zu übertreffen. Nicht nur Herr Hellmund war beeindruckt. ,, Ich bin erst seit 4 Wochen auf dieser Schule und ich bin stolz auf meine Schüler.“, sagte Herr Hönig.

Fußballtunier
Fairplay

Die Idee zum Turnier entstand bereits vor den Sommerferien während des Deutschunterrichtes von Frau Celik in der ehemaligen Klasse 10a. Die Schüler berichteten von einem Fußballspiel zwischen ihnen und Flüchtlingen und äußerten ihren Wunsch auf ein großes Fußballturnier mit ihnen an unserer Schule. Frau Celik erklärte sich als Hauptorganisatorin in Kooperation mit den freiwilligen Schülern bereit, solch ein Turnier zu veranstalten. Ihr Ziel damit war unter anderem die Selbstständigkeit der Schüler zu fördern und den Teilnehmern diesen Turniers das Bewusstsein zu geben, dass die fehlende Sprache zwischen Menschen kein Problem für gute Kommunikation darstellen sollte. ,,Die Schüler und auch die Flüchtlinge sollten verstehen, dass die fehlende Sprache kein Hindernis sein sollte, gut mit einander klar zu kommen.“, gibt uns Frau Celik in einem Interview zu wissen.

Frau Basöz, auch Deutschlehrerin am HSG, ist der Meinung, dass das Turnier die Toleranz gegenüber Flüchtlingen stärkt und ein guter Weg ist, um Kontakte unter einander zu knüpfen.

Die Flüchtlinge selbst beschreiben solche Veranstaltungen als gut, weil sie dadurch ihre Kriegserinnerungen in der Heimat besser vergessen können, wenn auch nicht auf Dauer. ,,Deutschland ist schön. Ich sehe hier Menschlichkeit. Es ist wie ein Paradies im Vergleich zur Situation in meiner Heimat.“, teilt uns ein Flüchtling aus Somalia mit.

,,Ich denke, dass die Veranstaltung für Nächstenliebe steht. Es verdeutlicht auch den Respekt mit den Mitmenschen. Zudem denke ich, dass die unveräußerlichen Menschenrechte, also das Streben nach Glück, Gleichheit und Freiheit, durch dieses Fußballturnier deutlich gestärkt werden.“, erzählt uns Herr Hönig und wir stimmen Ihm bei dieser Meinung zu und gratulieren den Organisatoren des Turnieres, weil es alle Erwartungen übertroffen und alle Ziele erreicht hat.

Bericht: SchmidtsKinner; Aida Idrizi, Tugce Yücel, Rojda Durmaz